RO-KA-TECH Journal: Neuerungen im Datenschutz

11. Juli 2018
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Sind Sie schon bereit für die DSGVO? Seit dem 25. Mai gelten wichtige Neuerungen im Datenschutz – wir klären Sie auf.

 

Was ist die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO)?

Anders als die Vorgängerregelung aus dem Jahr 1995 ist die DSGVO keine Richtlinie, sondern eine Verordnung. Das heißt: Sie tritt in allen Mitgliedsländern sofort in Kraft. Der Schutz personenbezogener Daten steht bei dieser Verordnung im Zentrum. Bei schweren Verstößen können die Datenschutzbehörden Bußgelder in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro verhängen oder aber vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes eines Unternehmens - je nachdem, welcher Betrag höher ausfällt.

Was ist neu?

Neu ist das erweiterte Recht der Bürger zu erfahren, was mit ihren Daten passiert. Sie können jetzt auch verlangen, dass ihre Daten gelöscht werden. Möchte ein Nutzer Auskunft über seine Daten haben, reicht es aus, eine E-Mail an das Unternehmen zu schreiben. Sollte ein Dienst Daten speichern, können Nutzer sie korrigieren, wenn sie falsch sind oder löschen lassen. Unternehmen sind in der Pflicht, persönliche Daten zu löschen, wenn diese nicht mehr benötigt werden.

Welche Daten gehören zur DSGVO?

Alle personenbezogenen Daten. Das heißt: Namen, Bilder, Telefonnummern und auch Adressen. In der digitalen Welt fallen darunter auch Nutzernamen, Profilbilder, IP-Adresse und Cookie-IDs. Dies gilt für interne Mitarbeiterdaten und auch externe Kundendaten. Je sensibler die Daten sind, desto besser müssen sie geschützt werden.

Welchem Zweck dient die DSGVO?

Das Datenschutzrecht räumt Personen, deren Daten von Betrieben genutzt werden, zahlreiche Rechte ein. Das heißt: die Betroffenen haben Einfluss auf den Umgang und der Verbreitung Ihrer Daten.

Wann ist die Datennutzung zulässig?

"Eine Datennutzung ist nur zulässig, wenn eine gesetzliche Vorschrift sie erlaubt oder derjenige, dessen Daten verarbeitet werden sollen, in die Nutzung von Daten einwilligt.

Die DSGVO (Artikel 6) erlaubt die Datennutzung demnach dann ohne Einwilligung,

  • wenn die Verarbeitung zur Erfüllung eines Vertrags erforderlich ist (z.B. Adresse des Kunden, um den Auftrag vor Ort beim Kunden ausführen zu können).
  • zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist (z.B. E-Mail-Adresse, um dem Kunden nach seinem Wunsch einen Kostenvoranschlag senden zu können).
  • zur Wahrung berechtigter Interessen des Handwerksbetriebs oder eines Dritten erforderlich ist und die Interessen der betroffenen Person nicht überwiegen (z.B. die Auswertung der Kundendatei, um bestimmte Kunden zielgerichtet mit Werbung anzusprechen).

Für alle anderen Fälle ist es nötig, eine Einwilligung von der betreffenden Person einzuholen."

Quelle: ZDH

 

Unsere 4 Tipps zur einfachen Umsetzung der neuen DSGVO

 

#1 Prüfen und Definieren

Seien Sie sparsam beim Speichern Ihrer Mitarbeiter- und Kundendaten. Prüfen und definieren Sie, welche personenbezogenen Daten Sie wirklich benötigen und welche unter die DSGVO fallen.

#2 Weniger ist mehr:

Speichern Sie nur die personenbezogenen Daten, die Sie für die Abwicklung Ihres Auftrags benötigen. Hiermit sind Sie auf der sicheren Seite. Desto weniger Sie erfassen, umso weniger Datenpflegeaufwand und -überprüfungen erwarten Sie.

#3 Richtig schützen

Nutzen Sie überall, wo es Ihre Softwarelösungen zulassen, die Datenverschlüsselung und schützen Sie Ihre Daten. Auch Ihre Computer, das Firmennetzwerk und WLAN sollte ausreichend mit Passwörtern und Anti-Virus-Software gesichert werden.

#4 Sichere Software nutzen

Mit der Einführung der Sage Software und unseren FZP Modulen, wie das FZP Projektmanagement, sind Sie beim Thema Datenschutz auf der sicheren Seite. Unsere entwickelten Lösungen werden stets DSGVO-Konform zur Verfügung gestellt.

 

Haben Sie Fragen zu unserer Software? Wir beraten Sie gerne.

 

RO-KA-TECH-Journal 02/2018

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